Praktische Fahrtipps
Blickführung
Es gibt nur ganz wenige Dinge beim Motorradfahren, die von ganz entscheidender Bedeutung für einen guten, mittelmäßigen und schlechten Fahrstil sind. Aus unserer Sicht ist eines der wichtigsten Themen beim Motorradfahren die Blickführung, die richtige Objekterfassung und die fahrpraktische Umsetzung der Objekterfassung. Als Objekt gilt alles was unsere Augen beim Fahren wahrnehmen. Es ist wichtig die wesentlichen Objekte von den unwesentlichen zu differenzieren, da man nur eine begrenzte Aufnahme- und Auswertungsfähigkeiten für die erfassten Objekte hat. Man hört bei Fahrtrainings immer wieder, das der Blick weit voraus schauen soll und das man dort hinfährt, wo man hinsieht. Das ist vollkommen richtig. Das Problem liegt eher darin, wie weit der Fahrer denn nun wirklich vorausschauen soll und wo er genau hinsehen soll. Hierfür gibt es leider keine allgemeingültige Regel. Da sich die Geländeumstände, die Fahrbahngegebenheiten, die Sicht, die Geschwindigkeit und vieles weitere beim Fahren fortlaufend ändern, muss die Blickführung ständig justiert werden. Die Blickführung auf einer Rennstrecke, die Blickführung in den Bergen, die Blickführung beim Fahren in der Stadt und die Blickführung auf verwinkelten Landstraßen ist jeweils eine andere oder besser; eine den jeweiligen Verhältnissen angepasste. Fährt man zum Beispiel auf einer Rennstrecke, das Areal ist bekannt, das Risiko von plötzlich wechselnd griffigen Fahrbahnbelägen tendiert gegen Null´, es gibt keinen Gegenverkehr, die Strecke ist ziemlich eben: Hier heisst es dann, soweit das Auge reicht nach vorne schauen, um Zeitreserven für die im Streckenverlauf notwendigen Entscheidungen aufzubauen. Fährt man auf einer Rennstrecke und der blickt geht maximal voraus, so nimmt man mit dieser Blickführung auch das beeindruckende Tempo heraus und vermeidet so hektische Fahrabläufe. Viele Fahrer begehen auch auf Rennstrecken den Fehler, den Blick zu sehr vorderadorientiert auszurichten. Ergebnis hierbei ist, dass man den vorbeirasanden Asphalt erlebt und die gefahrene Geschwindigkeit viel stärker wahrnimmt. Dies führt häufig zu einem unrunden Fahrstil. Viel mehr zur richtigen Blickführung bei unseren Trainings.







